Die Gottesdienste, Gebetszeiten und Meditationen finden in der St. Nikolauskirche statt.
Die Lauber Kirche wird in vielen Kunst- und Kirchenführen wegen der Lauber Madonna erwähnt. Sie ist als mannshohe Statue im Kirchenschiff zu besichtigen.
Gottesdienst findet eingebetet in den Gottesdiensten der Ortsgemeinde Prichsenstadt, mit dem Pfarrer Hr. Eyselein und Hr. Pfarrer Kleinschroth statt. Die evang. Gottesdienste werden auch von Prädikant Michael Leisten gehalten.
Alle Termine stehen im Veranstaltungskalender der Gemeinden oder sind direkt in den Pfarrämtern zu erfahren.
St. Nikolaus - Kirche
Die katholische Filialkirche St. Nikolaus wurde im Jahre 1590 auf Kosten des Bürgerspitals Würzburg erbaut und ausgestattet mit einem nachgotischen Schnitzaltar. Von diesem ursprünglichen Altar des Würzburger Bildschnitzers Georg Meurer blieb nur die Kreuzigungsgruppe erhalten, die jetzt an der rechten Seite des Kirchenschiffs hängt. Der heutige Barock-Altar wurde um 1723 vom Sommeracher Bildschnitzer Matthias Sporrer aus einem Barock- und Rokoko-Altar zu einer Einheit verbunden.
Zwischen den Säulenpaaren stehen die anmutigen Figuren der beiden Johannes des Täufers und des Evangelisten. In der Bekrönung umrahmt üppiges Rokoko-Muschelwerk eine Gruppe der hl. Dreifaltigkeit.
Harmonisch fügt sich auch das Glasfenster in das Ganze. Vom Bild der Dreifaltigkeit gehen Strahlen aus und erfüllen das Innere der Kirche mit Licht und Wärme. St. Burkard mitten über dem Altar scheint wie aus dem Himmelstor auf den Betrachter zuzukommen. Der 1. Bischof von Würzburg, der hl. Burkard war vor Jahrhunderten der Patron dieser Kirche. Selbst heute noch feiert man nach seinem Festtage die Kirchweih am 14.10 des jeweiligen Jahres.
Links im Chor finden wir die nachgotische Sakramentsnische aus dem Jahre 1590, bekrönnt mit einem Pelikan, als Symbol Christi, der sein Blut für uns hingibt. Das Ganze ist geschmückt mit eiem Christushaupt und zwei Wappen.
Über der Sakristeitüre sind zwei tellergroße Schlußsteine angebracht, der eine zeigt in Umschrift das Wappen der Stadt Würzburg, der andere einen Stier, das Wappen der Würzburger Patrizier von Steren.
Auf der gegenüberliegenden Seite es Altares ziert ein Vortragskreuz die Wand zwischen Altar und Ambo. Der Corpus ist sicher aus der Riemenschneider-Schule. Großartig ist der leitende Ausdruck im Antlitz Christi und der Faltenreichtum des Lendenschurzes. Man glaubt einen "Riemenschneider" vor sich zu haben.
Der Korpus der Kanzel mit Ölbildern der Evangelisten, durch gewundene Säulchen voneinander getrennt, steht jetzt als Ambo rechts im Chor.
Eine Holzfigur des hl. Nikolaus, die einst den Schalldeckel krönte, schmückt nun die rechte Langhauswand nahe dem Chorbogen.
Möge der Besucher das Schmuckkästchen mittelalterlicher Kunst zu würdigen wissen.
An dieser Stelle dürfen wir zu Spenden für die Renovierung der Kirche aufrufen. Kontakt über das Kath. Pfarramt Kirchschönbach.
Gottesdienst der Begegnung
unter diesem Motto stand das Gemeindefest der beiden Kirchengemeinden Altenschönbach und Prichsenstadt an der Lochmühle. Pfarrer Erich Eyselein und Dipl.-Religionspädagoge Michael Leisten, Prädikant zelebrierten den Gottesdienst, dem sehr viele Menschen beider Kirchengemeinden beiwohnten. Besonders begrüßt wurde Bürgermeister Adolf Falkenstein, sowie Bundeswirtschaftsminister Michael GLos mit Gattin. Ein gelungenes Gemeindefest nahm seinen Lauf.
Das bedeutenste Kunstwerk der Kirche, die berühmte Sandsteinmadonna, hat seit 1969 einen würdigen Standort in der linken Kirchenwand gefunden.
Hier steht sie auf dem alten zugehörigen Säulenkapitell; dieses zeigt das Wappen der Patrizierfamilie Teufel aus Würzburg. Dies ist das selbe Geschlecht, das 1339 die Ortschaft LAUB vom Kloster Schwarzach kaufte.
Zur Madonna selbst:
Sie ist stilistisch der Drei-Königs-Madonna des Würzburger Domes nahe und dürfte im ersten Jahrzehnt des 14. Jahrhundert entstanden sein. Sie stellt ein interessantes Werk des Übergangs von der Romantik zur Gotik dar. Der strengere Stil der Romanik im Oberkörper scheint jedoch von der Gürtellinie ab, gebrochen. Hier kommt Leben in die Figur. Die Falten des Kleides öffnen sich und fließen wellenartig zu Boden. Und wie locker greift die Hand Mariens nach dem Gürtelband.
Der bekleidete Jesusknabe auf dem Arm der Mutter wendet sich dem Beschauer zu und hebt die Hand zum Segen.
In der Gestalt der hoheitsvollen Himmelskönigin ist noch einmal das adelig-ritterliche Ideal des 13. Jahrhunderts aufgelebt und verwirklicht worden. Die ganze königliche Hoheit, aber auch tiefe Mutterliebe strahlen im Antlitz Marias.
Merkwürdig sind auch die Geschicke der Sandsteinfigur:
Die Madonna stand vor dem im Minoriten-Kloster Würzburg. 1590 wurde das Kunstwerk um den Preis von "2 Aimer Weins" den Würzburger Franziskanern abgekauft und in die Kirche nach Laub gebracht.
Von 1798 bis 1856 war diese Steinfigur auf dem Dorfplatz aufgestellt. 1856 wurde sie wieder in die Kirche gebracht.
Seitdem erfreuen sich alle Besucher dieser herrlichen Kirche an der Madonna.
An dieser Stelle dürfen wir zu Spenden für die Renovierung der Kirche aufrufen. Kontakt über das Kath. Pfarramt Kirchschönbach.
Der Bildstock neben der Kirche weißt auf den Kreuzestod Christi hin.